Fehlerfreie Texte - Mythos oder Realität?

Gibt es eine 100% Fehlerfreiheit im Manuskript?


Einige Kolleg:innen werben mit einer hundertprozentigen Fehlerfreiheit nach ihrer Bearbeitung. Das klingt für Kunden natürlich verlockend, ist es doch das, was sie wollen? Aber ist das überhaupt realistisch?

Ganz klar nein! Eine gute Lektorin spürt 90% der Fehler im ersten Durchgang auf. Im zweiten Durchgang kann die Quote auf 95% erhöht werden. Das ist immer noch nicht fehlerfrei, aber nah dran. Was kann man also tun, um ein möglichst fehlerfreies Manuskript zu bekommen?


1. Gib das Manuskript an Testleser:innen. Gute Testleser:innen können dich auf einiges aufmerksam machen, das du im Vorfeld schon einarbeiten kannst. Was sie gefunden haben, muss die Lektorin nicht mehr finden.


2. Das Gleiche gilt für die Rechtschreibung: Word hat eine recht zuverlässige Prüfung, für die Präzedenzfälle kannst du die Lektorin bzw. Korrektorin gerne zu Rate ziehen. So minimierst du die Fehler schon vorab und die Lektorin bzw. Korrektorin kann den Rest aufspüren.


3. Trenne Lektorat und Korrektorat: Entweder du gibst Lektorat und Korrektorat bei getrennten Personen in Auftrag oder achte darauf, dass Lektorat und Korrektorat in getrennten Durchgängen erfolgen. Wenn die Lektorin alles gleichzeitig macht, ist die Gefahr hoch, dass sie Dinge übersieht.


Im Übrigen ist mir noch nie ein Verlagsbuch untergekommen, in dem ich keine Fehler gefunden hätte: Da sind sie also, diese ominösen 5% Fehler, die bleiben. Die meisten Leser:innen werden diese gar nicht bemerken, da nicht jede Person in Grammatik fit ist. Und einen kleinen Fehlerquotienten verzeihen die Leser:innen. Macht euch also nicht verrückt, wenn ihr in der Druckausgabe noch einen Fehler findet. In der nächsten Auflage könnt ihr ihn korrigieren (lassen) und ab einer gewissen Auflage ist das Manuskript dann wirklich fehlerfrei.


Ein Probelektorat gibt dir Sicherheit über die Fähigkeiten der Lektorin und wird in der Regel angeboten, frage einfach danach.



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