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Wie finde ich einen Verlag?

Viele träumen davon, einen Verlag zu finden und ihr Buch veröffentlicht zu sehen. Nach der harten Arbeit, ein ganzes Manuskript zu schreiben, ist das nur allzu verständlich. Und die Angebote – wie die Verlagswelt – sind riesig. Trotzdem gibt es noch Fallstricke, über die man stolpern kann. Deshalb habe ich dir hier die wichtigsten Tipps zur erfolgreichen Verlagssuche zusammengestellt


1) Versuche es doch mal mit einem Kleinverlag! Die ganz großen Verlage, die jeder kennt, sind meistens nur noch über Agenturen zu erreichen (dazu komme ich gleich). Wenn du nicht gerade ein Promi bist oder schon Bestseller nach Bestseller gelandet hast, ist das Anschreiben von Großverlagen meistens erfolglos. Das ist aber nicht schlimm, denn: Es gibt wahnsinnig viele Kleinverlage mit noch viel mehr Spezialisierungen. Auch diese stecken in Manuskripten, aber nicht in so vielen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Manuskript überhaupt mal in die Hand genommen wird, ist wesentlich größer.


2) Agenturen können dir helfen, in Großverlage reinzukommen. Literaturagenturen arbeiten meistens mit Großverlagen zusammen und vermitteln ihnen gewünschte Manuskripte. Oder die Verlage fragen explizit bei Agenturen nach passenden Manuskripten. Es lohnt sich also, nach guten Agenturen Ausschau zu halten. Aber Achtung: Die Agentur will natürlich auch bezahlt werden. Seriöse (!!!) Agenturen wollen ihr Geld erst bei erfolgreicher Vermittlung.


3) Jeder Verlag hat seine eigenen Vorgaben bezüglich Einsendungen. Halte dich bei jedem Verlag genau daran! Einsendungen, die dem nicht entsprechen, werden in der Regel sofort aussortiert, egal, wie gut sie sind.


4) Passend zu Punkt 3: Schau dir das Programm des Verlags an. Passt dein Buch überhaupt in das Verlagshaus? Ein Reiseführer hat bei einem Fantasyverlag nichts verloren und wir selbstverständlich dort in die Mülltonne wandern. Das ist unnötige Arbeit für dich und die Lektoren vor Ort.


5) Halte dein Manuskript möglichst fehlerfrei. Natürlich gibt es nicht das perfekte Manuskript, zumal jede:r Lektor:in auch andere Vorlieben hat und Schwerpunkte setzt. Aber wenn du die Grundregeln beherrschst und die Rechtschreibung einwandfrei ist, erhöhst du deine Chancen, angenommen zu werden, enorm.


6) BITTE ZAHLE NIEMALS FÜR EINE VERÖFFENTLICHUNG! Man kann nie genug für Druckkostenzuschussverlagen, sogenannten DKZV, warnen. Das sind Dienstleister, die sich Verlag schimpfen und den Autoren für eine mindere Dienstleistung viel zu viel Geld aus der Tasche ziehen. Sie verdienen das Geld nicht mit den Büchern, sondern mit diesen Dienstleistungen und haben dementsprechend auch kein Interesse am Erfolg deines Buchs. Merke: Geld fließt vom Verlag zum Autor, niemals umgekehrt!


In den sozialen Medien kannst du ausgiebig nach passenden Verlagen suchen, oder geh‘ einfach mal in eine Buchhandlung und schau nach, wo deine Lieblingsbücher verlegt wurden. Auch das Internet ist eine gute Quelle – du musst nur aufpassen, nicht auf DKZV reinzufallen.

Das alles ist natürlich keine Garantie, einen Verlag zu finden. Wer dir eine 100% Garantie mit seinen Tipps gibt, ist nicht ehrlich. Aber wer diese Punkte beherzigt, hat schon mal die größten Fettnäpfchen vermieden und ist einer erfolgreichen Vermittlung einen großen Schritt näher.

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