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Wie finde ich Zeit zum Schreiben?

Zeit zum Schreiben zu finden, ist eine der größten Hürden bei dem Verfassen eines Buches: Nicht nur die Arbeit nimmt uns Zeit weg, auch der Haushalt will gemacht werden, die sozialen Kontakte gepflegt, vielleicht Sport gemacht werden oder es warten noch ganz andere Verpflichtungen auf einen.



Wie dann noch Zeit finden, ein Buch zu schreiben, ohne Abstriche zu machen? Zuerst einmal: Für jedes Vorhaben muss man Zeit haben, egal, was es ist. Das gilt auch für’s Buchschreiben. Wenn du keine Zeit dafür opfern kannst, solltest du es auch nicht anfangen.

Wenn du dir aber Zeit nehmen willst, nur nicht weißt, wie du rangehen sollst, habe ich hier zwei Vorgehensweisen für dich:


1.      Nimm dir eine bestimmte Zeit am Tag vor. Vielleicht eine Stunde vor der Arbeit, oder abends eine Stunde statt dem Fernsehfilm? Es muss auch keine Stunde oder jeden Tag sein. Hauptsache ist, du hast eine feste Schreibzeit. In der machst du nichts anderes als schreiben. Leg das Handy beiseite, schalte die Geräte aus, sag ggf. deinem Partner und Kindern Bescheid. Wie viel dann schlussendlich dabei rauskommt, ist nicht wichtig. Du wirst eine Routine entwickeln und immer mehr Wörter in der Zeit tippen können, der Kopf kann auf Knopfdruck kreativ sein, wenn du ihn erst einmal genug trainiert hast.

 

2.      Nimm dir vor, irgendwann am Tag eine bestimmte Minutenzahl zu schreiben. Nehmen wir beispielsweise sechzig Minuten am Tag: Vielleicht schaffst du eine halbe Stunde in der Mittagspause und eine halbe Stunde direkt nach der Arbeit?Wenn du es so angehst, geht es nicht darum, einen festen Termin zu blocken, sondern Wege zu finden, deine Schreibzeit in den Alltag zu integrieren.

 


Welche der beiden Varianten für dich besser funktioniert, kannst du einfach ausprobieren. Letztlich geht es nur darum, eine Routine zu entwickeln. Du könntest dir beispielsweise auch vornehmen, eine bestimmte Wortzahl am Tag zu produzieren in egal welcher Zeit. Das könnte allerdings sowohl zu Frust führen, weil du die Wortzahl nicht erreichst, als auch, weil du viel zu lange dafür brauchst.

 

Bei all den Vorschlägen solltest du immer daran denken: Ein Buch zu veröffentlichen, ist ein Marathon und kein Sprint. Du kannst dir erlauben, dafür lange zu brauchen. Niemand drängt dich. Aber wenn du den Marathon geschafft hast, wirst du stolz darauf sein.


Übrigens: Ich bin so ein Wortzahl-Schreiber. jeden Tag mindestens tausend Worte. Die schaffe ich meistens in einer halben bis vollen Stunde Schreibzeit. Auch das kann trainieren, den Rhythmus aufrecht zu erhalten, weil man immer schneller wird.

 

Welcher Tipp funktioniert für dich am Besten?

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Papyrus Autor

2 Comments


Hallo, Julia,

Routine zu entwickeln, ist wichtig besonders für Schreibanfänger. Nach genügend Übung schleift sich im Regelfall eine persönliche Methode ein. Die mag sich, wie du andeutest, bei jedem anders gestalten. Das "Wortzahl-Schreiben" jedoch birgt nach meiner Einschätzung eine Gefahr: Nebensächlichkeiten wird u.U. der gleiche Umfang eingeräumt wie Schlüsselszenen. Als Autor fällt es erfahrungsgemäß schwer, solche Nebensächlichkeiten beim Überarbeiten zu streichen oder zumindest zu kürzen. Man hat sie eben liebgewonnen, und Arbeit steckt ja auch drin ...

Zeit zum Schreiben möchte "freigeschaufelt" werden. Hier ist im Hinblick auf die von dir aufgezeigten Hindernisse eine Routine unerlässlich. Mir gereicht es zum Vorteil, dass ich diese Zeit habe, ich muss mich "nur" zum Schreiben aufraffen. So greife ich zur Tastatur, wenn ich…

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Hallo Michael,


danke für deine wertvolle Anmerkung! Du hast tatsächlich recht mit deiner Kritik, trotzdem sehe ich das Wortzahl-Schreiben recht gelassen, denn ich bin bekannt als die Königin des Streichens, bei mir gibt's also keine sichere Szene😉. Ich denke, im Regelfall schaut ja auch nochmal eine Lektorin drüber und kann dann objektiv an den Text gehen, um genau solche nebensächlichen Szenen den Garaus zu machen.

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